30.09.2013 | 11:05
Die neuen Kreditregeln nach Basel III
Was ist Basel III überhaupt?   Dabei handelt es sich um ein ganzes Paket von Reformen, die der Basler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) für die bereits existierende Bankenregulierung nach Basel II vorgelegt hat. Ab dem Jahr 2014 wird dieses Reformpaket schrittweise umgesetzt werden. Und hier in der Schweiz soll sogar noch früher, nämlich bereits 2013 damit begonnen werden. Für die Schweiz gelten auch strengere Kapitalquoten, als in den meisten anderen Ländern.   Aus gutem Grund setzt Basel III verstärkt auf die reinste Form des Eigenkapitals, dieses Kapital wird auch als Kernkapital bezeichnet. Den Grund für diese Maßnahme lieferte die globale Bankenkrise. Denn diese internationale Krise des Finanzsystems brachte es ans Tageslicht, dass die Banken über zu wenig an qualitativ hochwertigen Eigenkapital verfügen.   Folgende Maßnahmen sind in Basel III enthalten:   -        Das innovative Hybridkapital wird nicht mehr als Tier-1-Kapital akzeptiert werden (Bei der Tier-Klassifizierung von 1 bis 3 handelt es sich um Kernkapital, Eigenmittel und Drittrangmittel) -        Eine Harmonisierung des Tier-2-Kapitals, dabei sollen die jeweiligen nationalen Definitionen den bisher internationalen Standard ersetzen -        Im Ganzen abgeschafft wird das Tier-3-Kapital, also die Drittrangmittel   Wie werden sich diese Maßnahmen auswirken?   -        In der Säule I kommt es zu einer Erhöhung der Kapitalanforderungen für Kredit- und Marktrisiken -        Die Standards für die Überprüfungsprozesse innerhalb der Bankenaufsicht werden erhöht -        Ebenfalls erhöht werden die Standards für die Offenlegungen -        Den externen Ratings wird ab dem Inkrafttreten von Basel III eine weniger wichtige Rolle zukommen -        Die Bestimmungen für das Handelsbuch sollen überarbeitet werden       Basel III und das Thema Liquidität   Die Märkte und der Finanzsektor können nur funktionieren, wenn eine adäquate Liquiditätssituation vorliegt. Auch das hat die Bankenkrise gelehrt. Denn im Zuge dieser globalen Krise kam es zu einem plötzlichen Verschwinden von Liquidität. Damit konnten die Banken ihre Produkte wenn es nötig war, plötzlich nicht mehr refinanzieren. Diese große Schwäche im Finanzsystem soll mit Basel III behoben werden. Das Konzept sieht grundlegende Prinzipien für das Liquiditätsmanagement vor, die bestimmten Standards entsprechen müssen. Der Ausschuss hat ebenfalls zwei neue quantitative Mindeststandards mit unterschiedlichen Risikohorizonten vorgeschlagen.   Die Liquidity Coverage Ratio   Bei der LCR geht es darum, dass die internationalen Banken in verschiedenen, vorher fest definierten Szenarien des Stresses über genug kurzfristige Liquidität verfügen. Es muss gewährleistet sein, dass die Banken und Finanzinstitute die Barabflüsse über den Zeitraum eines ganzen Monats kompensieren können. Um diesen Punkt sicher zu stellen, müssen die Banken also liquide sein und auch frei verfügbare Anlagen von hoher Qualität halten. In diesem Falle bedeutet eine hohe Qualität, dass diese Produkte und Anlagen auch während einer Krise zu den sehr gut verkäuflichen Dingen gehören. Im idealen Fall sollen diese Produkte und Anlagen auch von einer Zentralbank als Sicherheit akzeptiert werden.    In der nun beginnenden Übergangsphase werden die neuen Reformen schrittweise umgesetzt werden. Den Banken wird es nicht auferlegt, die Reformen sofort durchzusetzen, da es sonst zu einer zu geringen Kreditvergabe an die Wirtschaft kommen würde und damit das ökonomische System in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Lesen Sie bitte in unserem nächsten Artikel über die Konsequenzen von Basel III auf Unternehmen und Privatleute!
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