30.09.2013 | 10:53
Die sonnige Altersplanung: Was muss man berücksichtigen, wenn man im Alter aus der Schweiz auswandern möchte?
Eine nicht kleine Gruppe von Schweizer Bürgern möchte nach der Pension in das sonnige Ausland auswandern. Dieser Traum kann in erfüllbarer Nähe liegen, wenn man sein Budget gut plant! Da in der Schweiz die Lebenshaltungskosten relativ hoch liegen, möchten viele Senioren nach der Pension sparen und trotzdem einen angemessenen Lebensstandard beibehalten. Dies ist eins der Motive, um eine Auswanderung zu planen und natürlich zieht auch die Sonne viele Menschen in südliche Gefilde.   Folgende Länder sind die beliebtesten Auswanderungsländer der Schweizer:   -        Spanien -        Italien -        Frankreich -        USA -        Thailand   Eine genaue Planung ist unumgänglich!   Zunächst sollte überlegt werden, ob das eigene Geld auch im Ausland reicht, um so leben zu können, wie man sich das vorstellt. Um diese Sachlage exakt einschätzen zu können, empfiehlt es sich, eine Rechnung für die Lebenshaltungskosten zu erstellen, wie sie im neuen Land üblich sind. In Staaten, wie zum Beispiel Thailand sind die Kosten für das tägliche Leben sehr niedrig, doch diese Rechnung sieht schon ganz anders aus, wenn man einen längeren Aufenthalt in Frankreich oder den USA plant. Menschen, die früh in Pension gehen und die Schweiz dann verlassen möchten, sollten überprüfen, ob sie mit einer Frühpension oder mit einer Kündigung am Ende finanziell besser da stehen. Dies gilt besonders dann, wenn man das komplette Pensionskassenguthaben als Kapital einsetzen möchte. Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, dass mit dem Antrag auf die Austrittsleistung auch leider der Anspruch auf allfällige Überbrückungsrenten aufgegeben wird.   Weitere Punkte, die dringend berücksichtigt werden müssen:   -        Welche Ausgaben hat man noch in der Schweiz, auch wenn man bereits ausgewandert ist? -        Wie groß soll der Anteil des Vermögens sein, den man zum Zeitpunkt der Auswanderung in die jeweilige Fremdwährung umtauscht? Hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass man einen besonders guten Wechselkurs nutzt. -        Die Auszahlung der Rente erfolgt weiter in Franken, die letztendliche Höhe der Rente ist also wieder vom aktuellen Wechselkurs abhängig.   Die Steuerproblematik   Auch wenn der Rentenbezieher im Ausland wohnt, ist eine Quellensteuer auf die Pensionskassenrente zu zahlen. Diesen Punkt gilt es besonders zu beachten, falls man in ein Land auswandert, mit dem die Schweiz kein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat. Dieses Abkommen muss nicht, aber kann vorsehen, dass der Betroffene diese Steuer im Auswanderungsland zurückfordern kann. Doch falls es zwischen dem Auswanderungsland und der Schweiz kein Doppelbesteuerungsabkommen gibt, dann besteht die Gefahr, dass die Rente gleich zweimal besteuert werden muss. Auch diese höchst ärgerliche Tatsache muss in die Planung des finanziellen Budgets integriert werden. Die gerade aufgezählten Problematiken gelten auch für die Säule 3a und die Kapitalbezüge aus der beruflichen Vorsorge. In einigen Kantonen der Schweiz sind die Tarife für die Quellensteuer übrigens deutlich niedriger, als die Tarife für die Auszahlungssteuer für Kapital. Aufgrund der verschiedenen Tarife in den jeweiligen Kantonen, muss auch daran gedacht werden, dass nicht der bisherige Wohnort in der Schweiz für die Berechnung des Tarifs massgeblich ist, sondern der rechtliche Sitz der Vorsorge- und Freizügigkeitsstiftung, die dafür verantwortlich ist, das Geld auszuzahlen.
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